Kurze Infos für deutsche Studierenden
Als Biometriker arbeitest du auf der Schnittstelle zwischen Technik und Gesundheitswesen. Um präzise messen zu können, ist es wichtig zu wissen, wie biologische Prozesse ablaufen und die angewandte Technik funktioniert. Ein Biometriker macht mehr, als nur Messungen am menschlichen Körper. Er kann nicht nur mit vorhandenen Apparaten arbeiten, sondern auch an der Weiter- und Neuentwicklung dieser Apparatur arbeiten. So kannst du als Biometriker sowohl die Wünsche von Benutzern in Bezug auf technische Spezifizierung umsetzen, als auch die technischen Möglichkeiten im Hinblick auf den medizinischen Einsatz anwenden. In Anbetracht dessen, dass viele dieser Geräte in der Welt des Sports benutzt werden, wird viel Aufmerksamkeit auf das Messen von (Spitzen-)Sportlern gerichtet.
Das Studium
Das Studium dauert vier Jahre. In den ersten zwei Studienjahren bist du größtenteils im Unterricht. Du arbeitest oft in Kleingruppen an Aufgabenstellungen, wie zum Beispiel Analysieren von Atemgasen. Zur Orientierung dienende Exkursionen und Besuche von Werkstätten eröffnen einen besseren Eindruck über die Berufspraxis in den Fachbereichen der Technik, des Gesundheitswesens und des Sports. Das Studium ist rund um verschiedene Themen aufgebaut. Alle fünf Wochen schließt du ein Thema ab. Das „Messen am menschlichen Körper" läuft wie ein roter Faden durch das ganze Studium. Hierfür brauchst du Wissen und praktische Kompetenzen aus Technik und Gesundheitswesen. Dieses Wissen machst du dir mit Hilfe von Vorlesungen und Übungen, dem Selbststudium und auftragsgebundenen Projekten zu eigen.
Spezialisierung
Am Ende des zweiten Jahres musst du dich für eine Spezialisierung entscheiden:
- Medizinisch-technisch
- Klinisch-diagnostisch
- Sportbiometrie
Das dritte Jahr ist ein komplettes Praktikumsjahr in einem oder mehreren Arbeitsbereichen und ist gekoppelt an die Spezialisierung, die du gewählt hast. Auch das vierte Jahr steht im Zeichen vom Praktikum aber auch, abhängig von der gewählten Spezialisierung, vom Unterricht.
Unterrichtssprache
Die Unterrichtssprache ist Niederländisch.
Berufsmöglichkeiten
Nach dem erfolgreichen Absolvieren des Studiums hast du viele berufliche Einsatz-möglichkeiten. Du kannst in der (para-)medizinischen Pflege oder in der Sportwelt arbeiten, wo du Messergebnisse analysierst, interpretierst und Arzt, Patient, Trainer oder Sportler Informationen über die Ergebnisse lieferst. Ebenso könntest du eine Anstellung in der Entwicklungsabteilung der medizinischen Industrie anstreben. Hier bist du dann in die Entwicklung neuer Technologie einbezogen.
Zulassungsvoraussetzungen
Nach der Regelung für Mindestvoraussetzungen für Hochschulunterricht von 2007 ist eine Fachhochschulreife Mindestvoraussetzung. Basiskenntnisse in Mathematik und Physik sind erforderlich. Erfahrungen zeigen, dass Studenten, die naturwissenschaftliche Fächer an der Schule hatten, weniger Probleme während des Studiums haben:
- Abitur mit Mathe und Physik Leistungs- oder Grundkurs
- (allgemeine) Fachhochschulreife mit Mathe und Physik und der Qualifikation zum Besuch der gymnasialen Oberstufe
- eine Berufsausbildung in einer technischen Richtung